Die großen werden von der Ungläubigkeit der Öffentlichkeit geheimgehalten.”Marshall McCluhan
Aloha Freunde,
auf der Suche nach Informationen bin ich auf diesen Artikel aufmerksam geworden. Sauber, super, lesenswert! Kiekste hier;

James Webb (1946 - 1980)

Webb offenbarte sich dabei als vollkommen Besessener, dessen Detailverliebtheit in zwei monumentalen Werken kulminierte, “Flight from Reason”, später unter dem Namen “The Occult Underground” veröffentlicht, und “The Occult Establishment”, eine gewaltige Geistesgeschichte “alternativer” Denker und einflussreicher Personen von Swedenborg und Mesmer über den Spiritismus, Geheimgesellschaften, Theosophie, Anthrosophie, Magie, Ariosophie, Freud, Jung, bis zu den berühmten Integrationsfiguren der 1960er-Jahre, Ken Kesey und Timothy Leary.
Die grosse intellektuelle Leistung des damals 25(!)-jährigen bestand aber nicht bloß in der peinlich genauen Auflistung, sondern in der Vernetzung und Einordnung aller Quellen und beschränkte sich dabei nicht auf die esoterische Subkultur, sondern zeigte deren unglaubliche Einflussnahme auf Politik, Kultur und Kunst. Man muß sich vergegenwärtigen, dass Webb dies lange vor dem Internet-Zeitalter vollbrachte: Ist es heutzutage ein Leichtes, mithilfe von Wikipedia und Google jedem Querverweis zu folgen und damit jeden früher kaum verfügbaren Quellentext aufzufinden, musste sich Webb in zahllosen Universitätsbibliotheken, Stiftungen und Privatsammlungen durch Tonnen verstaubter Bücher in verschiedensten Sprachen wühlen; dieser Verdienst ist gar nicht hoch genug einzuschätzen, da man die exotischeren Texte von dubiosen Verfassern auch heute, trotz der angesprochenen Erleichterungen des Internet, kaum noch zu ermitteln vermag.
Typische Geisterfotos aus der Zeit des Spiritismus, Datierung unbekannt.

Dies übte verständlicherweise enormen sozialen wie kreativen Druck auf den jungen Historiker aus, der sich gezwungen sah, einen verhassten Brotjob anzunehmen, da sich der Efolg nicht einstellen wollte. Dies mag einer der Gründe, aber bei weitem nicht der wichtigste für einen nahenden geistigen Zusammenbruch gewesen sein, der sich in seinen späteren Lebensjahren bedrohlich ankündigte. Webb hatte noch ein anderes Problem: Er, der in seinen Büchern immer mit der herablassenden Attitüde eines Wissenschaftlers und der eingebildeten Vorrangstellung eines Briten über die Objekte seiner Forschung geurteilt hatte (die Anfänge der Technik des Channelings im Spiritismus erklärte er zum Beispiel mit dem Wunsch sozial unterprivilegierter Schichten nach Beachtung), hatte, ohne es zu wollen, die Büchse der Pandora geöffnet.


Hätte beinahe seinen eigenen Tod überlebt: Gurdjieff am Totenbett, 1949

Besessener Gurdjieff-Schüler: P. D. Ouspensky, 1878 - 1947

Immer wieder von vorne: Andie McDowell und Bill Murray in "Und täglich grüsst das Murmeltier".
Wenn es bei den Visionen geblieben wäre, hätte man Webb vielleicht noch irgendwie helfen können, leider wuchsen sich diese Einbildungen rasend schnell zu einer lebensbedrohlichen Psychose aus. Man könnte spekulieren, dass Webb unter einer Art Initiationskrankheit litt, da er möglicherweise übersinnliche Talente zu entwickeln begann – ein Alptraum für einen, der über okkultistische Phänomene zwar berichtete, dies aber strikt nur aus seiner materialistischen Weltsicht heraus tun wollte.

Joyce Collin-Smith (1919 - 2011)

Ein weiteres Opfer der Ouspensky-Lehre? Rodney Collin (1909 - 1956)
In den letzten Tagen seines Lebens war Webb dem Wahnsinn komplett anheimgefallen. Seine entsetzten Eltern berichteten Collin-Smith später, dass er vor dem Kamin im Wohnzimmer herumgekrochen sei und immer wieder von vorne das “Vater Unser” gebetet habe; einmal lief er in hysterischem Ausnahmezustand in die Nacht hinaus, watete durch einen Fluss und schlug bei der Kathedrale von Dunblane stundenlang an das Eingangstor.

Dunblane Cathedral, Schottland.
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Quellen:“The Damned: the strange death of James Webb”, Gary Lachmann, Fortean Times, 2001
“An Appreciation of James Webb”, Joyce Collin-Smith, The Astrological Journal, 1980
“Okkulte Subkulturen als Gegenstand kulturwissenschaftlicher Forschung: James Webb (1946 – 1980)”, Marco Frenschkowski, marixverlag, 2009
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So wie die meisten Protagonisten in Webbs Büchern, kommt auch er in den Weiten des Internet so gut wie gar nicht mehr vor, abgesehen von einem dürren Wikipedia-Eintrag und dem oben angeführten Artikel in der Fortean Times. Auch seine Bücher sind kaum mehr erhältlich, mit Ausnahme der vom marixverlag herausgegebenen, vorzüglich übersetzten deutschen Ausgaben seiner beiden Hauptwerke zum Okkultismus des 19. und 20. Jahrhunderts. Diese beiden Bücher sollten eigentlich in der Bibliothek von jedem stehen, der sich ernsthaft mit dem Thema Esoterik auseinandersetzt.Am besten gleich bestellen:
Die Flucht vor der Vernunft: Politik, Kultur und Okkultismus im 19. Jahrhundert, marixverlag, 2009.
Das Zeitalter des Irrationalen: Politik, Kultur und Okkultismus im 20. Jahrhundert, marixverlag, 2008.
Artikel und Bilder sind von hier
Gruß
"Das Leben ist kein Ponyhof" Icke
"Das Leben ist kein Ponyhof" Icke
Tipp für heute: Sich mit den stimmigen Dingen beschäftigen und alles andere einfach über den Haufen werfen!
Merke: Auf diesem Planeten herrschen merkwürdige Gesetzesmässigkeiten, wenn man den Erdlingen "Zucker in den Allerwertesten bläst", fressen sie Dir aus der Hand. Wenn Du ihnen ihre Illusionen wegnimmst, damit sie sich entfalten können, dann "fressen" sie Dich....
Komisches Ding, was die hier so machen. *grübel*

Hallo liebe Paggy,sehr interessant!
AntwortenLöschenUnd zum Schluss ist "Brot und Spiele" warscheinlich gemeint...
Ich,habe noch einen Reim:
In dem Himmlischen Raum
Unterm ewigen ...Oumm....
Sterne hueten Dein(mein) Traum:-)
lg
Galina.
Liebe Lina,
AntwortenLöschendieser Reim von Dir gefällt mir auch ausserordentlich hyperfetziggut:
Reim-Einfall für große und kleine Kinder;
Fernseher aus!Fernsehr aus!(Wie beim Gospel klatschen)
Sonst fallen mir(uns)die Augen raus
Ich will ja selber denken(wir wollen selber denken)
Drum lass ich mich nicht lenken(und lassen uns nicht lenken)
Bin kein Bioroboter
Tralalalalala…:-):-):-)
hahaha, its Reim-Time :o)
Tipp für heute:
Reimen und singen macht einfach gute Laune!!!
Grüßikowski
Icke