Seiten

Freitag, 9. Dezember 2011

Obsolenz - Sauereinen auf dem Planeten

Aloha Freunde,

auch schon gewundert, warum die "sogenannten" technischen Gegenstände komischerweise immer vor Weihnachten den Materietod sterben? Keine Panik, liegt nicht an Dir. Kiek mal hier;

Kaufen für die Müllhalde


Glühbirnen, Nylonstrümpfe, Drucker, Mobiltelefone – bei den meisten dieser Produkte ist das Abnutzungsdatum bereits geplant. Die Verbraucher sollen veranlasst werden, lieber einen neuen Artikel zu kaufen, als den defekten reparieren zu lassen.
Die bewusste Verkürzung der Lebensdauer eines Industrieerzeugnisses, um die Wirtschaft in Schwung zu halten, nennt man “geplante Obsoleszenz”. Bereits 1928 schrieb eine Werbezeitschrift unumwunden: “Ein Artikel, der sich nicht abnutzt, ist eine Tragödie fürs Geschäft”.
Gestützt auf mehr als drei Jahre dauernde Recherchen, erzählt die Dokumentation die Geschichte der geplanten Obsoleszenz. Sie beginnt in den 20er Jahren mit der Schaffung eines Kartells, das die Lebensdauer von Glühbirnen begrenzt, und gewinnt in den 50er Jahren mit der Entstehung der Konsumgesellschaft weiter an Boden.
Heute wollen sich viele Verbraucher nicht mehr mit diesem System abfinden. Als Beispiel für dessen verheerende Umweltfolgen zeigt die Dokumentation die riesigen Elektroschrottdeponien im Umkreis der ghanaischen Hauptstadt Accra.
Neben diesem schonungslosen Blick auf die Wegwerfgesellschaft stellt Filmemacherin Cosima Dannoritzer auch die Lösungsansätze von Unternehmern vor, die alternative Produktionsweisen entwickeln.
Und Intellektuelle mahnen an, die Technik möge sich auf ihre ursprüngliche Aufgabe zurückbesinnen, auf die dauerhafte Erleichterung des Alltags ohne gleichzeitige Verwüstung des Planeten.


weiterlesen kannst Du hier: arte-dokumentation-kaufen-fur-die-mullhalde und hier
http://www.plankton-events.de/News-Obsolenz.htm

Grund für solche frühzeitigen Produktausfälle ist die sog. geplante Obsolenz, also der bewusste Einbau von Sollbruchstellen in das Produkt.

Nun stellt sich die Frage der rechtlichen Zulässigkeit eines solchen Vorgehens. Obwohl die geplante Obsolenz schon eine recht alte Strategie ist, um die Verkaufszahlen zu erhöhen, findet man wenig zur Rechtslage. Vorgegangen wurde bislang vor allem gegen enstprechende Kartelle. Was aber, wenn ein Unternehmen im Alleingang agiert und Produkte vorzeitig altern lässt?
Darüber wird auch hier diskutiert: Im Jura-Forum

Das europäische Parlament hat auch schon eine Anfrage auf dem Tisch.

http://www.europarl.europa.eu/sides/getDoc.do?type=WQ&reference=E-2011-001284&language=DE
Nachdem Unterlagen aufgetaucht waren, die ein von europäischen Herstellern im Jahr 1924 geschlossenes Bündnis (Phöbuskartell) zur Verkürzung der Lebensdauer von auf den Markt gebrachten Glühbirnen beweisen, hat sich in den letzten Jahren die Zahl der Belege, Nachrichten und wissenschaftlichen Arbeiten über die sogenannte „geplante Obsolenz“ vervielfacht.

Phöbuskartell? Noch nie gehört...
Nicht schlimm, kannste ändern. Kiek mal hier:
http://www.v-22.de/component/content/article/68

Es gab wirklich ein internationales "Glühlampenkartell", auch Phoebus Kartell genannt, das am 23.12.1924 gegründet wurde. Die Glühlampenhersteller International General Electric (USA), Osram/Siemens (Deutschland), Tungsram (Ungarn), Compagnie des Lampes, GE Overseas Group und Associated Electrical Industries (Großbritannien) steuerten die Entwicklungen dieses Industriezweiges. Die Ziele des neuen Kartells waren eine gemeinsame Entwicklung durchzuführen, die Zusammenarbeit der Kartellmitglieder sicherzustellen, den Qualitätsstandard zu halten, bessere Ausnutzung der Fabrikationsmöglichkeiten für die Lampenherstellung, Steigerung der Wirtschaftlichkeit von Glühlampen und deren internationaler Absatz.
Eine der ersten Absprachen des Kartells war, das eine Glühlampe nur eine Lebensdauer von 1000 Stunden aufweisen sollte (Absprache nach dem 2. Weltkrieg). Deswegen musste die Lebensdauer von Glühlampen in einige Länder drastisch reduziert werden, um die neuen Kartellanforderungen zu erfüllen. Zeitgleich wurden die Preise der Glühlampen erhöht, da keine Konkurrenz auf dem Markt vorhanden war, die bessere Produkte hätte liefern können.
Andere Länder, die nicht dem Kartell angeschlossen waren, haben ihre eigenen Standards entwickelt. So gab es schon z.B. in der Sowjetunion und in Ungarn Glühbirnen, die eine Lebensdauer von 5000 Stunden hatten.

1 + 1 zusammengezählt wurden auch,
hier

So schön es auch ist, dass einheitliche Standards (siehe heute E14 und E27 Sockel für Glühbirnen), so unglaublich ist die BEGRENZUNG DER BRENNDAUER einer Glübirne auf 1000 STUNDEN.
So waren technisch längere Brenndauern kein Problem, aber die Lebensdauer wurde durch die Hersteller bewusst begrenzt, damit der Absatz stimmt.

Gruß
Icke

Tipp für heute:
Sich an den Kopf fassen und sich fragen, welche Beklopptheiten noch nicht auf diesem Planeten herrschen!


Bild von hier

Keine Kommentare:

Kommentar posten